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Rund um das Freiwilligenzentrum Fürth

08.12.2016

Service-Clubs fördern „Deutsch für Flüchtlinge“

Kategorie: Archiv
Als im Laufe des Jahres 2015 die Flüchtlingszahlen stiegen und auch in Fürth sehr viele Geflüchtete ankamen, ergriffen die Fürther Service-Clubs eine beeindruckende Initiative. Der Lions Club, die Rotarier und die Soroptimistinnen fanden sich erstmalig zu einer gemeinsamen Aktion zusammen: „Deutsch für Flüchtlinge“. Denn Sprache ist der wichtigste Schlüssel zur Integration.

Ermöglichen Sprachförderung; Von links nach rechts: Robert Middendorf (Lions Club), Elisabth Reichert (Sozialreferentin),Klaus Kuhbandner (Rotary Club), Mechthilde Kuhbandner (Soroptimisten), Andrea Baumann, Ute Zimmer und Felix Trejo (Freiwilligenzentrum)

Unter der Regie von Sozialreferentin Elisabeth Reichert, damalige Präsidentin der Soroptimistinnen, wurde mit dem Freiwilligen Zentrum Fürth die Umsetzung geplant. In jeder Flüchtlingsunterkunft sollten ehrenamtliche Sprachkurse aufgebaut werden. Und das gelang auch.

 

Wichtigste Aufgaben waren die Akquise und Schulung von Freiwilligen, ihre Ausstattung mit Lehrmaterial, die Absprachen in den Unterkünften, die Einteilung und Betreuung der Freiwilligen. Während dessen organisierten die Clubs verschiedene Veranstaltungen, um auf das Projekt aufmerksam zu machen und Spenden zu sammeln. Darunter die „Revue der Kulturen“, eine Benefizveranstaltung der Soroptimistinnen, ein Violinkonzert des Fürther Komponisten Uwe Strübing, organisiert vom Rotary Club und ein Konzert der Windsbacher Sängerknaben, das der Lions Club ermöglichte.

Insgesamt kamen 18.000 € zusammen, die von September 2016 bis März 2017 in die Sprachförderung fließen. So konnte das Freiwilligenzentrum rund 100 Freiwillige gewinnen, die in 20 Kursen aktiv waren. Größte Herausforderung war und ist die ständige Veränderung der Rahmenbedingungen. So wurden 2015 immer neue Flüchtlingsunterkünfte eingerichtet und der Bedarf stieg. Da 2016 das Angebot von offiziellen Integrationskursen ausgeweitet wurde, veränderte sich auch der Bedarf an ehrenamtlicher Hilfe. Die Tendenz geht in Richtung Einzelförderung, Sprachtandems und Sprachförderung für neue Gruppen wie Berufschüler oder Mütter mit Kleinkindern.

Sozialreferentin Reichert ist darauf stolz, wie in Fürth mit Geflüchteten umgegangen wird. Dies sei auch den Serviceclubs zu verdanken, die auf diese Thematik aufmerksam gemacht und sich ihrer angenommen haben. Auch in Zukunft wollen die Service-Clubs das Projekt „Sprachförderung“ und weitere Projekte für Flüchtlinge unterstützen.