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Rund um das Freiwilligenzentrum Fürth

29.01.2018

Fürther Künstler als Motivgeber für Geburtstagskarte

Kategorie: Archiv
Auch in diesem Jahr erhalten die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Freiwilligen Zentrums Fürth die Glückwünsche zu ihrem Geburtstag mit einer Künstlerkarte eines Fürther Kunstschaffenden. Diesmal ist der Maler Leon da Silva der Motivgeber.   Seine europäischen Wurzeln und die afrikanische Lebensart prägen Leon da Silva, der 1946 als Sohn einer portugiesischen Mutter und eines deutschen Vaters in Angola geboren wurde und zeitweilig in Namibia und Angola aufgewachsen ist.

 

Als studierter Psychologe war er viele Jahre weltweit als Militärpsychologe tätig. Nach der Flucht vor dem Bürgerkrieg in Angola leitete er in Lissabon ein Fado-Lokal. Durch die anschließende Ausbildung zum Bautechniker kam er beruflich durch ganz Europa, auch nach Deutschland. Bei einem Besuch in Nürnberg, der Geburtsstadt seines Großvaters, erhielt er 1992 eher zufällig ein Jobangebot, das er angenommen hat, weil sowohl die Region als auch die hiesige Lebensart ihm sofort gefallen haben. 2012 zog er von Nürnberg nach Fürth, wo er heute lebt.

Als Maler ist Leon da Silva Autodidakt. Seine Bilder entstehen aus Nostalgie und seiner Phantasie. Sie zeigen zum einen afrikanische Savannenlandschaften in allen Abstufungen warmer Erdtöne. Mitunter wirken sie fast wie Samt. Selbstbewusste, farbenfroh gekleidete Frauengruppen ziehen in ruhiger Gelassenheit durch die unendliche Weite, hier und da tauchen Tiere auf. Aus den vielfarbigen Luftwirbeln, die über der heißen Wüste entstehen, erhält Leon da Silva die Inspiration für eine weitere Themenreihe – Planeten und das Universum.

Wie in der Wüste wirken auch im All ungeheure Anziehungskräfte, die neue Himmelskörper entstehen lassen. Mit kräftigen Pinselstrichen in satten Farben drückt Leon da Silva dieses kreative Chaos aus, bevor er die Planeten in ihre ruhige Umlaufbahn schickt. Ein Stück weit sind diese Wirbel aber auch Symbol für sein eigenes Leben, verrät der Künstler. Bunte Blumen- und Tierbilder und abstrakte Malerei runden sein Werk ab.

Auch als Musiker setzt Leon da Silva afrikanische und europäische Akzente. Neben Trommeln ist der Fado seine große Leidenschaft. Der portugiesische Fado besingt in sanft melancholischen Liedern die Sehnsucht und den Weltschmerz, aber vor allem die Liebe

Mit seinem ehrenamtlichen Engagement gibt Leon da Silva etwas von seinen Talenten auch an Andere weiter. In der Handwerkergruppe des Freiwilligenzentrums erledigt er bei Menschen, die mit dem Existenzminimum auskommen müssen und bei gemeinnützigen Einrichtungen, Kleinreparaturen oder Renovierungen. Bei der Diakonie leitet er einen therapeutischen Trommelkurse für psychisch Erkrankte.