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Meine Kinder halten mich jung

„Meine Kinder halten mich jung“, sagt Klaus Rupprecht immer wieder. Und er hat Recht. Dass er im April 70 Jahre wird, sieht man dem schlanken, drahtigen Mann nicht an.
Seit über fünf Jahren engagiert sich Rupprecht ehrenamtlich im Kinderhort in der Fürther Kalbsiedlung und bereichert dort das Freizeitprogramm der sechs- bis elfjährigen Kinder. Dabei fließen seine Erfahrungen als ehemaliger Sanitär- und Heizungsinstallateur genauso ein wie seine Hobbies Tennis und Malen.

Herr Klaus Rupprecht

Nachdem er seine Firma nach über 50 Jahren an seinen Sohn übergab, war ihm schnell klar: „Ich muss noch was machen.“ Seine erste Anlaufstelle war das Seniorenamt im Fürther Rathaus, das ihn an das Freiwilligen Zentrum Fürth (FZF) verwies. Im damaligen Modellprojekt „Generationsübergreifende Freiwilligendienste“ war schnell ein Einsatzfeld gefunden. „Ich bin ein alter Lehrmeister, und mein Lehrberuf ist ein Beruf fürs ganze Leben“, beschreibt der Rentner seine Motivation, Kindern etwas beizubringen.

So betreut Rupprecht eine Werkstatt, in der die Kinder ihr handwerkliches Geschick ausprobieren können. Egal, ob sie einfach nur mal ein Loch in eine Holzleiste bohren wollen oder schon mit ganz genauen Vorstellungen und ersten Skizzen kommen. Rupprecht setzt sich mit jedem Kind auseinander und gibt ihm Hilfe und Raum zum Werkeln. Nur beim Aufräumen kennt er kein Pardon. Für alle kleinen Handwerker gilt es, die Werkstatt nach Gebrauch wieder aufzuräumen. Dafür hat er extra die Umrisse der Werkzeuge an die Wand gemalt, sodass jeder erkennen kann, wo Hammer, Zange und Co hingehören.

Eines der größten Projekte mit durchaus bleibendem Eindruck ist das circa 30 Meter lange Mosaik an der Mauer der Kindertageseinrichtung, das Rupprecht gemeinsam mit den Kindern umgesetzt hat. Aber das ist natürlich nicht das einzige, was der umtriebige Rentner bewirkt hat. In den gut fünf Jahren seines Engagements ist auch ein Tennisplatz auf dem Gelände der Einrichtung entstanden. An manchen Tagen spiele er gegen 30 Kinder gleichzeitig, berichtet Rupprecht schmunzelnd. Als langjährig im Verein aktiver Tennisspieler hat er sogar das ein oder andere Kind für den Vereinssport begeistern können.

So ist es kein Wunder, dass er oft einen bleibenden Eindruck im Leben der Kinder hinterlässt. Einige persönliche Briefe von Kindern, aber auch Eltern erzählen davon. Selbst Jahre später riefen manche Kinder ihn noch an, erzählt Rupprecht nicht ohne Stolz. Während seines langjährigen freiwilligen Engagements ist Rupprecht, oft liebevoll „Hort-Opa“ genannt, fester Bestandteil des Fürther Kinderhorts geworden.

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