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„Brückenbauer“ beim Besuchsdienst

Steffen Langner ist ein außergewöhnlicher junger Mann. Mit seinen 24 Jahren steht einem eine Persönlichkeit gegenüber, die der Volksmund als eine „gute Seele“ bezeichnet. Bei seinem Engagement im FZF-Besuchsdienst kann man ihn durchaus als „Brückenbauer“ zwischen den Generationen bezeichnen. Er hat die Gabe, sich in andere Menschen einzufühlen, ist offen und neugierig. Er hinterfragt Positionen und bezieht Stellung, hört zu und versucht die eigentlichen, oft versteckten Botschaften wahrzunehmen.

Herr Steffen Langner

Schon mit 10 Jahren bringt der begeisterte Skater Anderen das Skaten bei. Seine Kindheit und Jugend ist geprägt von mehreren Ortswechseln. Sie stellen ihn immer wieder vor die Herausforderung, sich in neuer Umgebung und in neuen Klassenverbänden zurecht zu finden. Daraus erwächst der Wunsch, Lehramt zu studieren und Hauptschullehrer zu werden. Bereits während seiner Studienzeit gibt er Schülern Nachhilfe. Besonders bei Kindern mit Migrationshintergrund sieht er einen großen Bedarf, bei der Eingliederung zu helfen. Er kennt die Probleme und die Bedürfnisse von Jugendlichen. Doch das ist im nicht genug.

Seine Überzeugung und persönliche Lebenseinstellung motivieren ihn, auch ehrenamtlich aktiv zu werden. Steffen Langner möchte seine Zeit sinnvoll gestalten.

So führt ihn sein Weg zum Freiwilligenzentrum und er lässt sich beraten. Mit seinen Begabungen und dem Wunsch nach „Abwechslung zur Jugend“, wird er auf den FZF-Besuchsdienst für Senioren aufmerksam gemacht. Für Steffen Langner ist dies genau das richtige, da es für den „Brückenbauer“ eine weitere Möglichkeit des Verstehens von Menschen darstellt.

Zunächst absolviert er eine Schulung in einem Seniorenstift, um für seine Aufgabe vorbereitet zu sein. Danach folgt ein erster gemeinsamer Besuch mit der FZF-Projektleiterin bei „seiner“ Seniorin. Seine Aufgabe beim Besuchsdienst für Senioren ist es, Zeit zu schenken. Dies geschieht z. B. beim gemeinsamen Rommee spielen, einkaufen, spazieren gehen oder einfach beim Zuhören.

Die Gespräche, in denen Steffen Langner auch einiges über das Leben seiner Seniorin erfährt, bereichern und bestärken ihn, seinen eigenen persönlichen Weg zu gehen. Seine Seniorin beschreibt er als eine Kämpferin und fast stolz erzählt er, dass die 86 jährige in ihrer Jugend begeisterte Motorradfahrerin war.

Inzwischen sind die beiden gut befreundet. Sie telefonieren, stimmen Termine ab und Herr Langner hilft auch die Brücke in die technische Neuzeit für die Seniorin zu schlagen.

Seine Freundin unterstützt ihn in seinem Engagement und würde, wenn ihr Studium dies zuließe, selbst gerne ehrenamtlich arbeiten. Steffen Langner ist nah bei den Menschen und damit nah am Leben. Eine virtuelle Welt braucht er nicht. Wie gesagt, ein außergewöhnlicher junger Mann.

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