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„Die Kleinen halten mich fit und aktiv“

Werner Draeger verbringt die meiste Zeit der Woche mit ehrenamtlichen Tätigkeiten. Schon an seinem früheren Wohnort in Langenzenn engagierte er sich als Wald-Opa im Kindergarten. „Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich das weitermachen wollte“, erläutert er sein Engagement. Als es dem Rentner auf dem Land zu langweilig wurde, zog er nach Fürth und kam durch einen Flyer zum Freiwilligenzentrum. „Damals wollte ich einfach etwas sinnvolles mit meiner Zeit anfangen“, sagt Werner Draeger.
Sein Lieblingsengagement wurde der wöchentliche Besuch im Fürther Kindergarten Pusteblume.

Herr Werner Draeger

Dort spielt, bastelt und malt der Rentner seit drei Jahren als „Opa“ vom FZF mit den Knirpsen. Auch wenn er dabei viel herum rennen muss, diese Tätigkeit ist für ihn wie eine Frischzellenkur. „Die Kleinen halten mich fit und aktiv“, erklärt er und lächelt wie es nur Großväter tun. Auch für die Erzieherinnen ist Werner Draeger eine echte Stütze, so übernimmt er auch gerne handwerkliche Aufgaben neben seinem Job als Opa.

Ganz typisch „Opa“ wirkt der Fürther aber nicht. Mit seinem grünen Ohrstecker, seiner lebendigen Art und seinem silbernen Motorroller. Entspannung holt sich Werner Draeger bei seinem Lieblingshobby – dem Kochen mit seinen Freunden in der „Kochbande“. Die Rezepte nimmt er aus seinen 147 Kochbüchern, die sich inzwischen angesammelt haben.

Der gebürtige Schlesier hat schon viel gesehen im Leben. Nachdem seine Familie aus Breslau vertrieben wurde, kam er mit zwei Jahren nach Deutschland. Er absolvierte eine Lehre zum Maschinenbauer, schloss den Wehrdienst an und blieb gleich zwölf Jahre als Offizier bei der Bundeswehr. Danach entdeckte Werner Draeger sein Interesse an Pflanzen und deren Heilkräfte. Er bildete sich zum Heilpraktiker weiter und führte eine eigene Praxis. Zuletzt arbeitete er in der Altenpflege.

Beim FZF ist er auch in der Handwerkertruppe aktiv - langweilig wird es dem 70-Jährigen also nicht. Als Rentner treibt Werner Draeger etwas an: „Ich lerne gern neue Menschen kennen. Jeder Mensch, auch ein Kind, hat seine eigene Geschichte. Und die Alterseinsamkeit kann noch warten.“

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