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Es war schon immer mein Traum..

... mit älteren Menschen zu arbeiten“, sagt Manuela Zuhr, die hier im  Freiwilligenportrait vorgestellt wird. Wenn Träume unerfüllt bleiben, dann tendiert der Mensch zu Resignation. Nicht so Manuela Zuhr. Die zierliche 50-jährige ist seit Mai 2010 im Sophienheim der Diakonie in Fürth im Besuchsdienst engagiert. Sie ist über das Freiwilligen Zentrum Fürth vermittelt worden und betreut dort eine Seniorin. Zuvor war sie etwa zwei Jahre in einem anderem Seniorenheim in der gleichen Tätigkeit aktiv. Die Mutter von drei Kindern ist eine ruhige und nachdenkliche Frau mit einem großen Herzen. Eigentlich sollte man meinen, sie sei voll und ganz ausgelastet, dennoch, die Liebe zur älteren Generation entführt sie für ein paar Stunden in der Woche aus ihrem Alltag. Schnell ist festzustellen, die Betreuung von Senioren ist für die leise auftretende Zuhr eine Liebe fürs Leben.

Frau Manuela Zuhr

Im Seniorenheim liest sie kurze Artikel aus der Zeitung vor. Sie erzählt ihrer Seniorin, wie das Leben in Fürth ist, wie Kindergärten und Schulen heute funktionieren. Es ist nicht selten, dass andere Heimbewohner zuhören, da sie vielleicht selbst nicht mehr lesen können. Die Senioren sind interessiert, wollen wissen, wie es „draußen“ ist. Die Bewohner erzählen auch gerne von ihrer Vergangenheit und tauschen Erlebnisse aus. „Man ist als Betreuerin gleichzeitig Vermittler, Zuhörer und Ansprechpartner“, beschreibt Zuhr ihre Tätigkeit. Desweiteren unternimmt sie mit ihrer Seniorin Spaziergänge im Park, sie spielen gerne Tischspiele, machen auch gerne Quiz. „Selbstverständlich frage ich sie wie es ihr geht, was sie erlebt hat und nehme auf diese Weise an ihrem Leben teil“, so Zuhr. Die Begeisterung steht ihr ins Gesicht geschrieben, diese Aufgabe erfüllt sie mit Hingabe und Herzblut.

Die gelernte Arzthelferin verfügt zudem über eine Ausbildung zur Betreuungskraft für Demenzkranke. Durch die Erziehungspausen ihrer drei Kinder hat sie die aktuelle Berufspraxis verloren. Der Wiedereinstieg war es für Zuhr alles andere als leicht und so landete sie in der Arbeitslosigkeit. Um nicht in ein tiefes Loch zu fallen, suchte sie nach einer neuen Herausforderung. Hier in ihrem Ehrenamt ist sie eindeutig anerkannt und akzeptiert, hier wird sie gemocht. Ihr Traum wäre die Tagesbetreuung in einem Heim oder bei einzelnen Menschen. Im Beruf hat sich ihr Traum noch nicht erfüllt, aber in ihrer freiwilligen Arbeit . Der Umgang mit Senioren fällt Zuhr leicht, sie kann von innen heraus intuitiv handeln und entscheiden. Ganz klar stellt sie fest, dass sie die freiwillige Tätigkeit nie bereut hat. Im Gegenteil. Hier kann sie ohne Druck und Stress selbständig arbeiten, das gefällt ihr. „Man arbeitet und sieht direkt, was man der Person Gutes tut. Die Hilfe kommt wesentlich effizienter und direkter an. Das mag ich an meiner Tätigkeit!“

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