Zur Startseite Kontakt Druckversion/NurText-Version

Projekt PFIF-Perspektiven finden in Fürth / Integrationslotsen

In Fürth beträgt der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund ca. 38 %, davon besitzen knapp 18% eine ausländische Staatsangehörigkeit, die übrigen sind Deutsche mit Migrationsgeschichte. Seit Jahren wird ein starker Zuzug aus EU-Ländern verzeichnet. Zuwanderung spielt für die Fürther Bevölkerung also eine große Rolle.

Viele Zuwanderer sind mit den hiesigen Anforderungen und Möglichkeiten nicht vertraut. Vorhandene Beratungs- und Unterstützungsangebote werden oftmals nicht ausreichend in Anspruch genommen. Das neue Projekt "PFIF-Perspektiven finden in Fürth" soll hier helfen. Kooperationspartner sind AWO-Kulturbrücke (Migrationsberatung), städtische Erziehungsberatungsstelle, VHS und das Freiwilligenzentrum. Durch aufsuchende Angebote sollen Zuwanderer angesprochen, beraten, begleitet und in weiterführende Beratungsstellen übergeleitet werden.

In den Fachdiensten erfolgt die hauptamtliche Beratung. Mit ehrenamtlichen Integrationslotsen haben die Zuwanderer individuelle Ansprechpartner für die Alltagsbewältigung und Integration vor Ort. Grundlage des Engagements ist eine Kultur des Respekts und des gleichberechtigten Miteinanders. Problemlagen sollen nicht auf kulturelle Unterschiede reduziert werden, es soll auch die rechtliche und sozialstrukturelle Dimension von Einwanderung gesehen werden.

Ehrenamtliche Unterstützungsangebote sollen Zuwanderern die Orientierung und das Ankommen in Fürth erleichtern. Es handelt sich um eine zeitlich begrenzte Unterstützung, die wertschätzend und respektvoll gestaltet wird.

Folgende Unterstützungsangebote können Freiwillige beisteuern:

Sprachtraining, Deutsch-Konversation, Hilfe bei der Alltagsbewältigung, Begleitung zu Ämtern, Ärzten, Schulen, Kitas, Formularhilfe, Dolmetschen, Stadtsparziergänge, sportliche und kulturelle Aktivitäten; u.a.m.

Freiwillige können sich ihren Interessen und Kompetenzen entsprechend in das Projekt einbringen. Willkommen sind Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, die offen gegenüber anderen Kulturen, kommunikativ, zuverlässig und tolerant sind.

Neben der praktischen Orientierungshilfe, wird den Zuwanderern das Gefühl vermittelt, hier willkommen zu sein. Freiwillige nehmen sich Zeit, sind offen und neugierig. Das stärkt das gegenseitige Vertrauen und ebnet den Weg zu einer gesellschaftlichen Teilhabe. Damit aus Zuwanderern auch Fürther werden, ist es notwendig, sie willkommen zu heißen. Eine lebendige Willkommens- und Anerkennungskultur stellt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar.  

Unter hauptamtlicher Leitung gibt es regelmäßige Treffen, Erfahrungsaustausch und Fortbildungen.

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, den Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) der Europäischen Union und der Stadt Fürth gefördert.