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Koordinierungsstelle Flüchtlingshilfe

 

Seit Anfang Oktober 2015 gibt es im FZF eine hauptamtliche Koordinierungsstelle für Ehrenamtliche im Bereich Asyl. Gefördert wird die Stelle aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen und der Stadt Fürth.

Die "Koordinierungsstelle für Ehrenamtliche im Bereich Asyl“ wurde Ende 2016 um ein weiteres Jahr verlängert. Zu den Aufgaben gehört die informelle Vernetzung der verschiedenen Akteure in der Flüchtlingshilfe: Helferkreistreffen, Stammtisch für alle Freiwilligen im Flüchtlingsbereich, Treffen der Freiwilligenkoordinatoren verschiedener Träger und der im Sozialreferat angesiedelte Steuerkreis.


Bei all diesen Treffen geht es darum, Informationen auszutauschen und eine gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen zu erreichen. Interessante Informationen, speziell auch für Ehrenamtliche und Flüchtlinge, werden auf der Internetseite www.fluechtlingshilfe-fuerth.de veröffentlicht. Diese Homepage wird von dem Freiwilligen Johannes Böhm betreut.

Bedarfsgerechte Fortbildungsangebote für Freiwillige werden vom FZF in Zusammenarbeit mit dem evangelischen Bildungswerk organisiert.

Der Schwerpunkt der Projekte liegt inzwischen nicht mehr im Bereich der Erstaufnahme, sondern mehr auf der Integration der angekommenen Flüchtlinge.


"Zimmer frei?!"


Viele Geflüchtete haben ihre Anerkennung bzw. einen Aufenthaltsstaus erhalten und damit auch die Aufforderung, aus den Gemeinschaftsunterkünften auszuziehen. Leider ist die Wohnungssituation in Fürth für Personen mit geringem Einkommen sehr schlecht.

Im FZF hat sich in Kooperation mit der Caritas-Flüchtlingshilfe die neue Projektgruppe "Zimmer frei?!" gebildet. Das Team sucht potentielle Vermieter, berät sie und bringt sie mit Geflüchteten zusammen. So haben Vermieter einen Ansprechpartner, der als Bindeglied zu den neuen Mietern wirkt. Die Freiwilligen begleiten die Geflüchteten in der Anfangszeit, helfen bei Bürokratie und Umzug und machen sie mit den Gepflogenheiten, Rechten und Pflichten vertraut.


SprachBistro / Sprachpatenschaften


Aus "SprachMenü" wurde 2017 "SprachBistro". Der Rahmen hat sich etwas verändert, das Ziel des Projekts ist geblieben: Es werden Sprachpatenschaften gebildet. Fünf Mal im Jahr treffen sich Geflüchtete und Einheimische bei Tee, Kaffee, Kuchen und kleinen Snacks. In gemütlicher Atmosphäre lernt man sich kennen und es entstehen Sprachpatenschaften. Diese treffen sich dann regelmäßig, unterhalten sich und üben so die deutsche Sprache in einer entspannten Gesprächssituation. Aus einem interkulturellen Austausch mit persönlicher Note können mit der Zeit auch Freundschaften werden. Seit Beginn des Projekts wurden 56 Sprachpatenschaften gebildet, von denen derzeit 38 aktiv sind.


Zwischen den Terminen des SprachBistros ist auch eine direkte Vermittlung möglich. In Kooperation mit der Caritas-Asylsozialberatung wird dann ein passender Sprachpartner gesucht.

Die Sprachpatenschaften haben inzwischen die ehrenamtlichen Deutschkurse abgelöst. Mittlerweile gibt es genügend Integrationskurse, so dass Freiwillige in erster Linie die Menschen unterstützen, die durch die Kurse schlecht erreicht werden, z.B. Mütter mit kleinen Kindern.


Volksbücherei-Lotsen


Auch bei den Volksbücherei-Lotsen geht es um Sprache. Freiwillige gehen gemeinsam mit Geflüchteten in die Bücherei und machen sie mit dem Ausleihsystem vertraut. Mitarbeiter der Volksbücherei stellen spezielle Bücherkisten für die Flüchtlinge oder deren Kinder zusammen. Die Vobü-Lotsen bringen sie dann in die Unterkünfte, in Kindergärten oder Schulen und holen sie nach Ablauf der Leihfrist wieder ab.


Fahrradwerkstatt


Die Fahrradwerkstatt hat sich verändert. In der Karolinenstraße und im Möbelhaus Höffner werden keine Räder mehr repariert. Dafür gibt es zwei neue Möglichkeiten: Die mobile Fahrradwerkstatt und die Nachbarschaftswerkstatt.

Erstere bedient zwei Standorte: Einmal kommt sie in die Fronmüllerstraße 129 und einmal ist sie in der Max-Planck-Straße 15. Beide liegen in der Nähe von Gemeinschaftsunterkünften. Ziel der mobilen Fahrradwerkstatt ist, wohnortnah zu helfen und Räder wieder nutzbar zu machen.

 

Die Nachbarschaftswerkstatt wurde in Kooperation mit der Kinderarche eingerichtet. In der Theresienstraße 17 betreibt die Kinderarche schon seit Jahren eine gut ausgestattete Fahrradwerkstatt für Kinder und Jugendliche. Jetzt werden am Montagabend auch Erwachsene angesprochen.

Beide Projekte richten sich nicht nur an Geflüchtete, sondern auch an Deutsche und Zuwanderer mit geringem Einkommen. Für die Reparaturen fallen keine Kosten an, nur Ersatzteile müssen bezahlt werden. Das Ziel ist immer Hilfe zur Selbsthilfe, d.h. die „Kunden“ lernen ihr Rad selber zu reparieren.


Asylothek


Die Asylothek in der Gemeinschaftsunterkunft in der Höfener Straße besteht nun schon seit mehr als einem Jahr. Hier begegnen sich Freiwillige und Geflüchtete, um Sprache, Bildung, Kultur und Integration zu fördern. Das Angebot findet inzwischen an zwei Terminen in der Woche statt. Hoch her geht es am Montag, denn da kommen vor allem viele Kinder. Die Freiwilligen öffnen den Raum zum Spielen, Malen und Kickern. Auch die erwachsenen Bewohner der Unterkunft sind willkommen. Am Mittwoch geht es ruhiger zu, dieser Tag ist für die Frauen reserviert. Sie möchten vor allem mit den Freiwilligen deutsch üben.


Kinderbetreuung


Die Kinderbetreuung in der Karolinenstraße ist ebenfalls fest etabliert. Zweimal in der Woche gehört der von den Freiwilligen ausgestattete Raum den Kindern. Hier wird gelesen, gebastelt, gespielt und gemalt. Anfang 2017 konnte mit Spenden ein Sportraum in der großen Unterkunft eingerichtet werden. Seither geht immer eine Freiwillige mit einer Gruppe von Kindern zum Fußballspielen.